Eine der wichtigsten Sachen, die es bei Ratten zu beachten gibt, ist der Speiseplan. Etwa die Hälfte bis zwei Drittel der täglichen Futterration muss ausgewogenes Körnerfutter sein. Ein speziell auf Ratten abgestimmtes Futter ist Rattima. Ich füttere diese Futter seit Jahren und bin sehr zufrieden, die Futtertöpfe sind immer leer, na ja, nicht ganz, ein paar Schalen bleiben schon liegen. 

Das Frischfutter sollte etwa ein drittel der Tagesration sein, je nachdem, was gegeben wird. Gurke oder Tomaten kann in größeren Mengen gegeben werden wie z.B. Trauben oder Bananen, die ja sehr kalorienreich sind. Aus Erfahrung der letzten Jahre weiß ich, dass Möhren, Äpfel und Birnen nicht gerne gesehen werden, aber Gurke und Melone einem quasi aus der Hand gerissen werden. Übrigens, Äpfel mögen meine schon, aber nur, wenn ich sie vorher zu Apfelmuss verarbeitet habe. Was überhaupt nicht gegeben werden darf, sind alle Kohlsorten. Sie verursachen übelste Blähungen. Auch Kartoffeln dürfen nicht roh gegeben werden, da auch sie heftige Magen-Darm-Beschwerden auslösen können.  Zitrusfrüchte sollten nur im geringen Maße bzw. gar nicht gegeben werden. Bei Steinobst, wie Pfirsich oder Nektarine bitte darauf achten, das die Kerne nicht mitgegeben wird, da diese geringe Mengen an Blausäure enthalten und entsprechend giftig ist. 

Was kann sonst noch gegeben werden?

Sehr beliebt ist gekochter Reis und gekochte Nudeln, die aber nur ab und zu gefüttert werden sollten. Gleiches gilt für Käse, Joghurt, Nüsse oder Mais. Auch Drops oder andere Leckereien sollten nur in Maßen gegeben werden, da diese dick machen.

 

Hier findet ihr eine komplette Liste von dem, was ihr euren Tieren geben könnt und dürft.

Obst und Gemüsetabelle

Täglich zum Füttern

Apfel, Birne – Kerne enthalten Blausäure, daher ohne Kerne
Erbse – wird gerne gefressen
Gurke, Tomaten, Mais 
Kartoffeln – nur ungesalzt kochen und alle grünen Stellen entfernen (giftig). Nie ungekocht geben!
Melonen, Honigmelonen, Kürbis – Der Hit, auch mit Kernen, aber ohne Schale
Paprika – am beliebtesten ist die rote Paprika
Möhren/Karotten/Wurzeln- ist alles das gleiche und wird zumindest von meinen Ratten nicht gerne gefressen, kann aber unbedenklich gefüttert werden.

Gelegentlich füttern

Apfelmus – ohne Zucker                                                                                                                Brot – Immer hart geben, ist gut für die Abnutzung der Zähne. Weiches Brot verursacht Blähungen!
Banane, Weintraube – super lecker, aber Dickmacher und ohne Schale füttern
Erdbeere – nur zu Saison füttern
Rattenpaste – Wird gerne genommen und lieben die Ratten, aber machen dick
Reis, Nudeln– roh und gekocht, Lecker
Rote Beete - Macht einen roten Kot, Blätter enthalten Oxalsäure, sehr zuckerhaltig, Nitrathaltig
Spargel - Kann ab und zu gefüttert werden.
Ei – 1x im Monat anbieten, gekocht und mit oder ohne Schale
Joghurt (1,5%), Quark (Magerstufe), Käse – beliebt, sollte gerade bei Jungtieren wegen des Knochenwachstums regelmäßig gefüttert werden. Bei den Erwachsenen maximal einmal die Woche, es heißt, das Eiweiß fördert die Krebsbildung.
Babybrei – gut für kranke und alte Tiere

Sehr selten geben

Ananas – Unreif ist sie giftig, nur in geringen Mengen füttern
Chicoree – nur in geringen Mengen
Katzenfutter/-milch – schmeckt den Nasen sehr gut, besonders die Milch
Kiwi – Vitaminbombe, aber nur sehr wenig verfüttern
Lauch – sehr wenig
Mango – Wenn ohne Schale und Kerne, da sie giftig sind
Nüsse – Dickmacher
Papaya – nur kleine Mengen und ohne Schale geben
Rhabarber – Stängel schälen, ohne Blätter, selten geben
Zucchini – Sind nicht sehr beliebt bei Ratten, könnte man aber füttern.
Aprikose, Nektarine, Pfirsich, Kirschen – Lecker, aber nur das Fruchtfleisch füttern, die Kerne enthalten geringe Mengen von Blausäuren
Huhn – nur gebraten/ gekocht

Nicht Füttern

Apfelsine, Mandarine, Zitrusfrüchte allgemein –  zu hoher Säuregehalt
Artischocke – Besser nicht, da hoher Bitter- und Gerbstoffgehalt
Aubergine – leicht giftig durch Solanin
Broccoli, Blumenkohl, Rosenkohl – Kohl führt zu Blähungen, lieber verzichten
Brom-, Heidel-, Him- und Johannisbeere – Enthalten zu viel Säure
Bohne – Blähend und wenn nur gekocht und in kleinen Mengen
Dattel – zu viel Zucker, lieber nicht
Feige – Frische Feigen enthalten einen milchartigen Saft. Diesen vertragen viele Tiere nicht
Gewürzte Nahrungsmittel/ Essensreste - Können den Magen reizen, Durchfall hervorrufen
Kraut – Kohlsorte, blähend.
Radieschen, Rettich – mit Senfölglykosiden, die Verdauungsprobleme hervorrufen und einen hohen Nitratgehalt haben
Salat - Bei Überdüngung sammelt sich Nitrat an, der sich zu Nitrit (giftig) und zu Nitrosaminen, welches krebserregend ist, umwandeln kann. Wenn nur zur Saison und aus dem Bioanbau.
Spinat – Siehe Salat. Er enthält viel Oxalsäure.
Sellerie – Gehört zur selben Gattung wie Rettich und ist zu scharf
Süßwaren – Erstickungsgefahr, da die Bonbon kleben können und zu viel Zucker
Wirsing – Verwandter des Kohls, daher blähend.
Zwiebel – Das Öl Allicin macht den scharfen Geschmack. Nicht geben.